Liberal-Islamischer Bund e.V.

Im Frühjahr 2010 hat sich der Liberal-islamische Bund e.V. gegründet und wurde am 27. Mai ins Vereinsregister Köln eingetragen.

Als Repräsentant muslimischer Bürgerinnen und Bürger sieht sich der LIB in der Verantwortung, die mehrheitlich liberalen Positionen des in Europa vorherrschenden Islamverständnisses zu vertreten. Zwischen Mai 2010 und Oktober 2012 war ich Gründungsvorsitzende des LIB e.V. Seit Mai 2013 habe ich wieder den Vorsitz übernommen. 

Der LIB bietet allen Bürgerinnen und Bürgern ein Forum, die sich wertschätzend mit islamischen, interreligiösen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen wollen. Er ist offen für einander widersprechende Blickwinkel im Sinne eines lernenden Selbstverständnisses zum Nutzen und zur Ermöglichung des gemeinsamen Erkenntnisgewinns.

Der LIB vertritt ein pluralistisches Gesellschaftsbild und bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Dementsprechend lehnt der LIB jegliche Form von rassistischer, u.a. antisemitischer, antichristlicher oder antiislamischer Auffassung ab.

Der LIB tritt darüber hinaus unter anderem konkret ein für

  • eine "dogmafreie" Auslegung religiöser Schriften wie dem Koran auch unter Einbeziehung historischer und sozialer Kontexte
  • die umfassende Geschlechtergerechtigkeit, sowie deren pädagogische und theologische Umsetzung
  • die Einführung eines flächendeckenden islamischen Religionsunterrichts in deutscher Sprache an öffentlichen Schulen

Mit der Gründung eines Bundes für die in Deutschland lebenden Musliminnen und Muslime ist der LIB e.V. Ansprechpartner und Ratgebender für Vertreter aus

  • öffentlichen Institutionen bzw. Verbänden
  • theologischen Gemeinden
  • politischen Gremien und Verwaltungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene
  • schulischen, universitären und anderen Bildungseinrichtungen und der
  • Wirtschaft

 

 

Liberal-islamisch bedeutet...

  • auf eine vernunftoffene Gläubigkeit vertrauen, der Verstand ist ein Geschenk Gottes
  • anderen Positionen mit Respekt und Wertschätzung begegnen
  • Widersprüche aushalten können
  • historische, kulturelle, biographische und soziale Kontexte berücksichtigen
  • nicht Beliebigkeit
  • das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit voraussetzen
  • jedweden Absolutheitsanspruch zu reflektieren, relativieren oder gar darauf zu verzichten
  • Entwicklung und Wandel als gesellschaftliche Dynamik annehmen
  • für eine freie und selbstbestimmte Lebensgestaltung in Verantwortung vor dem Schöpfer eintreten
  • Entmytologisierung als Hilfestellung zur Unterscheidung von Wesentlichem und Unwesentlichem sehen
  • nicht nach der Form, sondern nach dem Sinn fragen

 

 

Weitere Informationen unter www.lib-ev.de

 

 

twitter: Lamya Kaddor

facebook: Lamya.Kaddor.