Pressemitteilung der Stiftung Mercator

Essen, 08.05.2017

In welchem Umfang ist Islamfeindlichkeit unter Jugendlichen in Deutschland verbreitet? Welche Faktoren, wie zum Beispiel die soziale Herkunft spielen dabei eine Rolle? Wie macht sich Islamfeindlichkeit bemerkbar und vor allem wodurch entsteht sie? Unter Leitung von Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und Prof. Dr. Nicolle Pfaff von der Universität Duisburg-Essen werden 16-18 Jährige aus NRW in Tiefeninterviews und anhand eines Fragebogens befragt. Die Studie der Universität Duisburg-Essen wird in Kooperation mit Prof. Dr. Andreas Zick von der Universität Bielefeld durchgeführt und startet heute. 

Integration und der gesellschaftliche Zusammenhalt in unserer Einwanderungsgesellschaft sind zentrale Anliegen der Stiftung Mercator. Vor dem Hintergrund der derzeit stark polarisierenden gesellschaftlichen Stimmung, die sich insbesondere am Feindbild Islam zu spalten scheint, sind neue Ansatzpunkte notwendig, um das Integrationsklima und den Zusammenhalt im Land grundlegend und langfristig positiv zu wenden. Denn wir wissen noch zu wenig zum Phänomen „Islamfeindlichkeit“ und wie man ihr effektiv begegnen kann. Daher fördert die Stiftung Mercator die Studie mit rund 272.000, Euro. Die Ergebnisse der Studie werden der Politik und vor allem Schulen an die Hand gegeben, um Islamfeindlichkeit unter Jugendlichen frühzeitig zu bekämpfen. Dabei werden Maßnahmen sowohl für den Schulalltag als auch für die Lehrerbildung entwickelt.

 

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