GASTBEITRAG Wie ich PI und Co. den Rücken kehrte…


Viele die mich noch von früher kennen, wissen, dass ich extrem starke vorbehalte gegenüber dem Islam hatte. Doch möchte ich mit diesem Blogbeitrag hier erklären, wie ich dazu kam und was mich dazu bewegte, der Islamfeindlichkeit den Rücken zu kehren. Ich bin in einem gemischtreligiösen Elternhaus aufgewachsen, meine Mutter war katholisch mein Vater evangelisch, aber sein Denken war stark sowohl von evangelikalen als auch orthodoxen und anderen Strömungen des Christentums geprägt. Was letztendlich auch einen gewissen Einfluss auf mein Denken hatte. Ich kann und möchte natürlich nicht alle Details erwähnen die mein Denken geprägt haben. Es lässt sich auch nicht verhindern, dass sicher viele Fragen offen bleiben. Aber ich hoffe, dass einige zumindest ein bisschen verstehen, wie manche, die dem Islam ablehnend gegenüber stehen, denken.

Wir hatten ja früher öfter mal Flyer der Christlichen Mitte im Briefkasten und auch mein Vater hat öfter mal negative Berichte über den Islam gelesen. Allerdings waren weder mein Vater noch ich jemals Ausländerfeinde, da mein Vater als Deutscher eine Inderin geheiratet hat. Wir hatten auch bei uns türkische Mieter, die es aber mit dem Glauben nicht ganz so genau nahmen. Mein Vater erzählte mir immer wieder, was Viele von denen, die den Islam verlassen haben, alles erleben mussten. Später in der Schule habe ich auch schlechte Erfahrungen mit muslimischen Mitschülern gemacht, von denen ich gerade wegen der Tatsache, dass ich einen deutschen Vater hatte, angepöbelt wurde. Ein Umstand, der meine Abneigung gegen den Islam immer mehr verstärkt hat. Im Alter von 12 Jahren fing ich immer mehr an, mich für politische Themen auch zu interessieren und las den Kurier der Christlichen Mitte (eine Zeitung, die dieser Partei nahe steht) wo Koranzitate und sogenannte “Aussteigerberichte” drinnen standen. Ich hatte auch Kontakt zu Jugendlichen aus verschiedenen Freikirchen, mit denen ich zusammen die Flyer verteilten. Man kann ja mehrere Exemplare bei denen anfordern, wobei wir alle uns an der Dämonisierung von Charismatikern stießen. Was letztendlich für mich ein Hinderungsgrund war, dort Mitglied zu werden. 2003 fing ich, nachdem mein Vater an Herzversagen starb, mich auch mit einigen anderen religiösen Gruppen zu beschäftigen.

Ich kam mit Zeugen Jehovas in Kontakt, wenn gleich ich nie Mitglied wurde, habe ich Veranstaltungen von denen besucht und kam auch mit einigen Türken in Kontakt. Von denen erfuhr ich, dass die Muslime waren und hörte mir an, wie die dazu kamen Zeugen Jehovas zu werden. Da es zulange her ist, kann ich mich leider nicht mehr an alles erinnern, was die gesagt haben. Aber was mir noch haften blieb, ist die Tatsache, dass sie nicht jene Probleme hatten die, tatsächliche oder vermeintliche Aussteiger aus dem Islam vermeintlich oder tatsächlich haben. Ich will nicht leugnen, dass es im Islam extremistische Strömungen gibt, die Austrittswilligen Probleme machen, die bis zum Mord gehen, jedoch trifft das nicht auf alle zu. In den Medien gibt es ja Leute wie ein gewisser Barino, die behaupten, dass man wenn man den Islam verlässt, Todesangst haben müsse. Das war bei denen nicht der Fall, sie ernteten zwar scharfe Kritik für ihren Glaubenswechsel, aber als Menschen verachtet, wurde keiner von ihnen. Bei einer Person haben die Eltern anfangs den Kontakt abgebrochen, aber nachdem sie merkten das der Betreffende viel respektvoller mit seinen Mitmenschen umgeht und er sich auch sonst positiv veränderte, umso mehr hat sich das Verhältnis entspannt. Bei keinem der Fälle aber musste auch nur einer in Todesangst leben. Was angesichts der Tatsache, dass die zu einem Glauben übertraten, für den sie von Tür zu Tür gehen und wo die sogar mit dem Wachtturm an der Straße stehen bemerkenswert ist. Das brachte mich zum Nachdenken, wenngleich ich mir große Mühe gab, jeden Zweifel zu verdrängen. So unangenehm war der Gedanke für mich, mich vielleicht doch so brutal geirrt zu haben. Vor allem wollte ich mich vor (wobei nicht alle Freunde von mir meine Antiislam-Meinung kannten) denjenigen von meinen Freunden die meine Antiislamhaltung kannten ,nicht blamieren. Später bekam ich Internet und hatte da einige Texte von Bassam Tibi gelesen, die gefielen mir ganz gut, wobei ich mir immer gedacht habe, dass das niemals mehrheitsfähig sein würde. Irgendwann registrierte ich mich in einem Forum, das sich die Grüne Pest und ihre Steigbügelhalter nannte. Dieses Forum hat sich inzwischen in zwei miteinander konkurrierende Foren gespalten. Dort lernte ich ebenfalls gleichgesinnte kennen und lernte den Blog Politically Incorrect kennen. Von dort habe ich mir auch Flyer ausgedruckt und verteilt.

Später kam ich mit Anhängern der Ahmadiyya in Kontakt, die ich natürlich auch erheblich provoziert habe, jedoch irritierte mich das die Betreffende Person so ruhig blieb. Ich googelte ein bisschen und erfuhr, dass die Ahmadiyya von der breiten Masse der Muslime kritisch bewertet wird wegen einiger abweichender Lehrmeinungen. Durch den Ahmadi bekam ich die Telefonnummer von Hadayatullah Hübsch, mit dem ich einige Unterhaltungen führte. Der hat mir dann auch einige Bücher zugesendet wie “Fanatische Krieger im Namen Allahs”. Später las ich auch “Allah ist ganz anders” von Sigrid Hunke und “Verheißung Islam” von Roger Garaudy. Bei Garaudy möchte ich allerdings in aller Deutlichkeit darauf hinweisen, dass ich seine Holocaustleugnenden Aussagen aus die Gründungsmythen der Israelischen Politik aufs Schärfste verdamme. Aber in dem Buch “Verheißung Islam” geht es ja nur darum, dem westlichen Leser auch einen Zugang zum Islam zu geben. Was ich las, fand ich interessant und als ich mit Hadayatullah Hübsch über die Apostasiefrage sprach, erinnerte ich mich wieder an die Zeugen Jehovas die mal Muslime waren. Dort konnte das Taqiyya Argument nicht greifen. Durch den Kontakt mit verschiedenen christlichen Gruppen und Gemeinschaften wusste ich, dass es verschiedene Lesarten der Bibel gibt. Sowohl progressive als auch weniger progressive. Später nahm ich über das Internet Kontakt zu verschiedenen Muslimen auf und kam auch mit einigen Gemeinden in Kontakt. Dadurch merkte ich, dass es auch unter Muslimen verschiedene Arten gibt, Koran und Sunnah zu deuten und manche sogar nur den Koran als Grundlage sehen und die Sunnah ganz verwerfen. Auch sah ich dann die Arte Doku der “Aufgeklärte Islam hat das Wort” über Mohamed Sifaoui, da dachte ich mir, wenn ein sich als liberal verstehender Moslem sich so stark gegen Islamisten positioniert und von denen angegriffen wird, kann es mit dem Verstellungsvorwurf nicht so weit her sein. Mit der Zeit habe ich mich so radikalisiert, dass ich mich mit einem Großteil der Leute die meine Meinung zum Islam nicht teilten überworfen habe. So das ich mich erstmal innerlich von der islamophobie verabschiedet, aber es nie nach außen getragen habe. Allerdings bedeutete es nicht, dass ich meine Vorurteile über das Kopftuch überwunden habe, da Bassam Tibi einmal in einem Buch schrieb, dass das Kopftuch ein islamistisches Symbol sei. Meine Meinung darüber habe ich erst angefangen zu relativieren, nachdem ich auf einer der Ahmadiyya nahe stehenden Seite einige Texte darüber gelesen habe, danach habe ich das Buch “Und meine Welt steht Kopf” gelesen. Dieses Buch und einige Youtube Videos haben mir die Augen dahingehend geöffnet, dass klar wurde, dass nicht alle Frauen, die das Tuch tragen, unterdrückt sind und eine extremistische Gesinnung in sich tragen. So fing ich immer mehr an, meine Meinung innerlich über Bord zu werfen. 2006 habe ich dann ein Forum mit dem Namen “diskussionmitmuslimen” ins Netz gestellt, das sich ursprünglich zum Ziel setzte, hohle Phrasen der Islamgegner etwas gerade zu rücken. Dieses Forum wurde dann von demokratisch rechten Islamgegnern und Neonazis zugespammt, nachdem ich vor denen Ruhe hatte, kamen immer mehr Islamisten, die dann nur ärger machten dass ich mich gezwungen sah, es vom Netz zu nehmen. Zumal es auch ohnehin wenig Besucherzahlen hatte. 2007 habe ich dann immer mehr meine Meinung bei einigen offener geäußert, was mir scharfe Kritik einbrachte und zur Löschung von meinem Account führte. Einige Bekannte fingen an, mich als Verräter zu beschimpfen, Andere behaupteten, ich sei erpresst worden. Man fing an mit Koranzitaten, es half nichts, aufzuzeigen, dass es verschiedene Lesarten sowohl des Korans als auch der Bibel gibt. Die Deutungsmuster der Islamisten und ihre eigene Starrköpfigkeit, die ich selbst einmal hatte, führten zu der Erkenntnis, dass jede Diskussion mit denen nutzlos ist. Allerdings wusste von meinem Umfeld nicht jeder von meinem Sinneswandel. Auf der Arbeit kannte keiner meine Vergangenheit und meinen Sinneswandel.

2009 kam der Mord an Marwa el Sherbini und ich unterhielt mich mit einigen alten Freunden. Mit großem Erschrecken stellte ich fest, dass die Tat entweder verharmlost oder ganz verherrlicht wurde. Als ich sie mit den Aussagen des Tagesspiegels konfrontierte, nach denen der Mörder NPD Anhänger war, da erntete ich nur die Aussage, dass die Betreffenden eben jemand aufklären sollte. Die NPD wird nämlich (genau wie in der Grünen Pest und bei PI) als ein Haufen verkappter Muselfreunde gesehen, auch bei meinen Internetkontakten merkte ich durch die Diskussionen immer mehr, dass bei einigen der Islamhass eine Spielwiese ist, mit der man politisch korrekt seine rassistischen Fieberfantasien ausleben konnte. Je mehr die dann merkten, wie stark sich mein Denke gewandelt hat um so mehr war ich dann inakzeptabel für die. Da wurde mir klar, dass ich für die nur ein Schutzschild war, um sich gegen Rassismusvorwürfe von außen zu immunisieren. Aber und das möchte ich klar betonen, war es nicht bei allen so, manche waren tatsächlich nur gegen den Islam und bedauerten meinen Sinneswandel. Bei wieder anderen gab es sogar Spekulationen, dass ich konvertiert sei was nicht der Fall ist. Später kam hinzu, nachdem ich mich einigermaßen mit einigen Muslimischen Frauen, die ich wegen dem Kopftuch in der Vergangenheit vor den Kopf stieß, versöhnt hatte, dass ich dann erfuhr, wie stark sie Benachteiligungen erfahren mussten. Der Mord an Marwa S. und die Erzählungen führten (was ich aber aus privaten Gründen erst 2010 realisieren konnte) dazu, dass ich die Seite http://www.kopftuch.jimdo.com  ins Netz stellte. Um mit meinen bescheidenen Mitteln wenigstens ein kleines Gegengewicht zu bringen, diese Seite hat in der Hauptsache das Thema Diskriminierung von Kopftuchträgerinnen zum Thema. Manchmal aber auch andere Sachen. Bei manchen Details kann es sogar sein, dass ich bestimmte Dinge durcheinander geworfen habe aufgrund der Zeitlichen Abstände, aber so hat sich mein Denken gewandelt. Ich glaube nicht daran, dass jene die sich Islamkritiker nennen, davon überzeugen lassen. Aber all jenen, die im Umfeld von PI, Pro Bewegung REP und ähnlicher Gruppen agieren, kann ich nur eins raten: Informiert Euch aus erster Hand, Ihr regt Euch zu Recht, auf wenn die Linken Euch pauschal als Nazis betiteln, aber im Grunde macht Ihr mit praktizierenden Muslimen nichts anderes, indem Ihr sie mit Islamisten auf eine Stufe stellt. Der Islam ist kein einheitlich monolithischer Block. Lest von Joseph Croitoru das Buch “Der Märtyrer als Waffe” und die anderen von mir erwähnten Bücher und geht offen auf die Muslime zu. Dann werdet ihr merken, dass nicht alle gleich sind.

Zum Abschluss noch ein Zitat von Nietzsche an jene, die mir Rückratlosigkeit vorwerfen. Warum bewundert man den, welcher seiner Überzeugung treu bleibt, und verachtet den, welcher sie wechselt? Ich fürchte, die Antwort muß sein: Weil jedermann voraussetzt, daß nur Motive gemeineren Vorteils oder persönlicher Angst einen solchen Wechsel veranlassen. Das heißt: Man glaubt im Grunde, daß niemand seine Meinungen verändert, solange sie ihm vorteilhaft sind oder wenigstens solange sie ihm keinen Schaden bringen. Steht es aber so, so liegt darin ein schlimmes Zeugnis über die intellektuelle Bedeutung aller Überzeugungen.

Prüfen wir einmal, wie Überzeugungen entstehen, und sehen wir zu, ob sie nicht bei Weitem überschätzt werden: Dabei wird sich ergeben, daß auch der Wechsel von Überzeugungen unter allen Umständen nach falschem Maße bemessen wird und daß wir bisher zuviel an diesem Wechsel zu leiden pflegten.

 
***ältere Kommentare***
 

 

21 Responses to “GASTBEITRAG: Wie ich PI und Co. den Rücken kehrte…”

    Ahmed aus dem Internet sagt:
    16. Januar 2011 um 15:48

    >>Aber all jenen, die im Umfeld von PI, Pro Bewegung REP und ähnlicher Gruppen agieren, kann ich nur eins raten: Informiert Euch aus erster Hand, Ihr regt Euch zu Recht, auf wenn die Linken Euch pauschal als Nazis betiteln,<<

    Soweit ich weiß, hat sich PI inzwischen von Pro-Köln distanziert, weil man sie für Nazis hält. Udo Ulfkotte hat sich aus dem gleichen Grund von Pax Europa distanziert, deren Berliner Landesvorsitzender Stadtkewitz wiederum alle Hände voll damit zu tun hat, seinen eigenen Laden “Die Freiheit” nicht als Nazi-Partei ausehen zu lassen. So trennte man sich von der autonomen Nationalsozialistin “Dee Ex” und pilgerte nach Israel. Dann ist man ja kein Nazi mehr…

    Das geht also auch ganz ohne Linke. Dieses Spektrum haut sich gegenseitig die Nazikeule um die Ohren :-)
    Boyra sagt:
    16. Januar 2011 um 17:22

    Das stimmt teilweise, was die untereinander machen interessiert erstmal nicht. Mir ging es nur darum, dass die das was die den Linken vorwerfen im Umgang mit ihnen selbst mit den Moslems selber machen. Darum ging es mir.
    fatimaoezoguz sagt:
    16. Januar 2011 um 18:03

    Salam Ahmad

    Dee Ex hat von sich aus die Freiheit verlassen, soweit ich weiß, und das kann man ihr nicht hoch genug anrechnen. Auch wenn ich sonst recht wenige Gemeinsamkeiten mit ihr habe, aber ich nehme ihr doch ab, dass sie einfach nur Deutschland bzw. erst mal Berlin menschlicher gestalten will. Ich vermute, dass sie von der früheren Islamophobie ein wenig abgekommen ist, vermutlich dank der Kontakte zu Jürgen Elsässer, der da auch eine etwas vernünftigere Linie vertritt , trotz des bedauerlichen Sarrazin-Gehypes auf seinem blog.

    ws
    Ahmet aus dem Internet sagt:
    16. Januar 2011 um 20:27

    Salam Fatima,

    der Abgang von Dee Ex aus der “Freiheit” hat IMHO nur taktische Gründe. Stadtkewitz und Co. wollen jeden Verdacht vermeiden, Antisemiten zu sein. Dee Ex hat ihre Schuldigkeit getan, als es darum ging, Aaron König aus dem Gründungsvorstand zu mobben. Und natürlich ist Dee Ex enttäuscht, dass sich die Stadtkewitz-Partei der proisraelischen Linie der antimuslimischen Eurofaschisten um Wilders unterworfen hat.

    Dee Ex gehört halt zur alten Schule, wo man sowohl “gegen Davidstern und Halbmond” ist. Siehe NPD-Positionen zum Thema, oder - you name it - Elsässer.
    Boyra sagt:
    16. Januar 2011 um 20:33

    Ich nehme der Dee Ex die Abgrenzung zum NS nicht ab. Die hat mal in einem Interview gesagt, dass die keine Probleme hätte mit Lunikoff Musik zu machen. Ich habe die bei Facebook angeschrieben und die mit einigen Lieder von dem konfrontiert. Insbesondere den Alten Landser Texten. Da kam dann aber keine Antwort.
    Was ich sehr bezeichnend.
    Boyra sagt:
    16. Januar 2011 um 20:55

    Stadtkewitz will nicht jeden Verdacht vermeiden, er ist kein Antisemit.
    Wer was anderes behauptet soll einen Gegenbeweis bringen oder ruhig sein. Zwischen Elsässer und der NPD liegen im übrigen Welten.
    Auch wenn die NPD meint ihn hochjubeln zu müssen.
    Es fängt ja schon damit an, dass er Menschen mit Türkischen Wurzeln wenn sie einen Deutschen Pass haben auch als solche anerkennt.
    Sowas wäre für die NPD undekbar.
    Bayerhammer sagt:
    17. Januar 2011 um 00:04

    @Boyra, was soll das: Stadtkewitz ist kein Antisemit? Dann ist er halt ein Antimuslim. Und, macht es das besser? Außerdem, was soll die Verteidigung von Stadtkewitz? Ist er akzeptabel, wenn er nicht in der NPD ist? Ist der Typ dann kein Hetzer?
    fatimaoezoguz sagt:
    17. Januar 2011 um 13:47

    “Es fängt ja schon damit an, dass er Menschen mit Türkischen Wurzeln wenn sie einen Deutschen Pass haben auch als solche anerkennt.
    Sowas wäre für die NPD undekbar.”

    Eben. Wo doch auch auf PI und sonstigen Seiten zunehmend von “Pass”- oder “Hybriddeutschen” die Rede ist.
    Boyra sagt:
    17. Januar 2011 um 22:35

    @Bayerhammer
    Wo habe ich gesagt, dass ich die Standpunkte von Stadtkewitz befürworte? Nirgentwo, nur weil er gegen den Islam hetzt macht ihn das noch lange nicht zum Nazi. Auch nicht zum Antisemiten, da er ja nicht gegen Juden ist.
    @fatimaoezoguz
    Was die PI Deppen angeht so muss ich sagen sind die da sehr widersprüchlich. Wer wie Joseph Intsiful http://www.pi-news.net/2009/02/joseph-intsiful-zu-deutsch-und-zu-katholisch/ gegen den Islam wettert der hat sich aus deren Sicht um Deutschland verdient gemacht. Der wird dann anerkannt, auf Altermedia hingegen gab es Kommentare die in die Richtung gehen das er doch mal in den Busch zurück müsste. Es bedeutet noch lange nicht, dass ich das was Stadtkewitz betreibt billige nur weil ich mich dagegen positioniere ihn als Nazi zu betiteln. Denn Hetze gegen den Islam geht nicht nur von Rechten aus wie man hier sehr schön sieht. http://antiislam.wordpress.com/2008/11/09/islam-verbande-ohne-dialogbereitschaft-runder-tisch-gescheitert-von-jorg-fischer-aharon/
    Ich bin gegen islamfeindliche Hetze und Antisemitismus und positioniere mich auch klar dagegen wo das passiert. Meine Kopftuchseite steht ja nicht aus purer langeweile im Netz. Ebenso wenig wie der von mir verfasste Gastbeitrag.
    Boyra sagt:
    17. Januar 2011 um 22:49

    Übrigens ist die Überschrift (Dich nicht selbst gewählt habe) irre führend, ich habe nie bei PI mit gewirkt. Von daher kann ich denen nicht den Rücken kehren. Ich war nur in der Grünen Pest.
    Aber der Rest stimmt, dass ist 1 zu 1 so abgedruckt wie ich es geschrieben habe.
    fatimaoezoguz sagt:
    18. Januar 2011 um 14:10

    Man sollte sich als vernünftiger Staatsbürger gegen JEDE Hetze stellen, egal gegen wen. Jeden, der anderer Meinung ist, als “Nazi” zu betiteln, oder umgekehrt als “linke Zecke”, ist genauso billig und zeigt nur, dass man keine anderen Argumente hat. Man sollte auch vorsichtig sein mit irgendwelchen Kausalketten “Wenn die Texte von dem und dem dort und dort verlinkt werden, dann ist er auch so.” Die Texte des Muslim-Markt landen manchmal bei Altermedia. Das bedeutet weder, dass die plötzlich pro-islamisch geworden sind, noch dass der Muslim-Markt sich mit völkischem Gedankengut anfreunden kann.

    Bei dem ganzen Gerede von Rechts und Links vergisst man aber, dass die Fronten in Wirklichkeit zwischen Oben und Unten verlaufen, also zwischen Arm und Reich. Und damit das Volk nicht merkt, wie es immer weiter ausgeplündert und vera….(sorry) wird, werden Nebenkriegsschauplätze eröffnet. Teile und herrsche! Funktioniert immer, egal für wie “aufgeklärt” sich die Menschen halten mögen.
    Boyra sagt:
    19. Januar 2011 um 03:21

    Das mit den Kausalketten lehne ich auch ab, aber auf dem Niveau argumentieren so Seiten wie PI.
    Wenn jemand zu unrecht in die Naziecke geschoben wird positioniere ich mich dagegen selbst dann wenn ich sein Gedankengut verachte.
    Was bei der Freiheit ganz klar der Fall ist. Was mich allerdings verwundert ist die Tatsache, dass jene die sich Islamkritiker nennen hier so schweigsam sind. Die geben doch sonst zu allem ihren Senf dazu.
    fatimaoezoguz sagt:
    19. Januar 2011 um 21:55

    “Was mich allerdings verwundert ist die Tatsache, dass jene die sich Islamkritiker nennen hier so schweigsam sind. Die geben doch sonst zu allem ihren Senf dazu.”

    Vielleicht weil Frau Kaddor ein bisschen aufpasst? ;-)
    Bayerhammer sagt:
    21. Januar 2011 um 23:39

    @Boyra, Ihre Logik ist faszinierend. Was haben Sie davon, wenn Stadtkewitz kein Antisemit ist? Macht es ihn dann zu einem besseren Menschen? Was bringt Ihnen die Unterscheidung, dass er kein Nazi ist? Können nur Nazis schlecht sein? Was soll Sie eigentlich erreichen, wenn nicht eine Verteidigung dieses Typs?
    Boyra sagt:
    22. Januar 2011 um 02:46

    @Bayerhammer
    Wenn dann ist ihre Logik wirr, ich stelle die Dinge so da wie sie sind. Nicht mehr und nicht weniger, was ich davon habe ist irrelevant. Anscheinend ist jeder der nicht in ihre Weltsicht passt ein böser böser Nazi.
    @fatimaoezoguz
    Nein, ich habe schon nach gefragt.
    Es hat sich tatsächlich keiner zu Wort gemeldet, in anderen Blogbeiträgen kommen solche Leute ja auch zu Wort.
    Hatem sagt:
    23. Januar 2011 um 00:27

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article12295279/Wie-radikale-Islamisten-Pinneberg-in-Atem-halten.html
    Boyra sagt:
    23. Januar 2011 um 17:59

    @ Hatem
    Toll was soll dieser Bericht schon groß sagen?
    Das es religiöse Extremisten unter Muslimen gibt ist mir auch klar, dass aber auf alle zu schieben ist falsch.
    Bevor jetzt wieder kommt die Muslime sollen sich distanzieren (Was man oft genug gemacht hat) nehme ich mal ein paar andere Beispiele.
    Nehmen wir die Lords Resistance Army.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22510/1.html
    Da kann ich nur sagen, liebe Christen wo seid ihr?
    Pressemitteilungen in denen Muslime sich von Extremisten abgegrent haben wurden kaum gewürdigt. Jetzt machen wir mal das Umgekehrte Spiel, manche Medien stützen sich ja wenn es um Christenverfolgung geht auf Open Doors. Auch wenn man den Artikel mit vorsicht genießen sollte und ich nicht allen Aussagen zustimme sollte man sich mal den Artikel im atheistischen HPD zu gemüte führen. http://hpd.de/node/2210
    Aber da Open Doors eine gern zitierte Quelle in Sachen Islam ist wollen wir doch mal sehen was Open Doors über die Lage der Christen in nicht islamischen Staaten sagt.
    Da haben wir zunächst einmal das buddhistisch geprägte Myanmar http://www.opendoors-de.org/verfolgung/laenderprofile/myanmar/ dort sieht es auch nicht gerade rosig aus.
    Niemand verlangt von den Buddhisten, dass die sich da distanzieren.
    Oder hier in Bangladesch da gibt es auch entsprechende Attacken.
    http://www.free2believe.ch/index.php/de/bangladesh_mai_2010_vertreibung.html
    Niemand käme aber auf die Idee das den Buddhisten in die Schuhe zu schieben. Oder nehmen wir die Lage in Bhutan.
    https://www.zenit.org/article-19847?l=german
    Auch ein buddhistisches Land wo man aber sehr schweigsam ist und von den Medien so gut wie nichts hört. Es gibt in jeder Religion hardliner die in ihrem Namen misst bauen, aber dafür kann man nicht die Religion als ganzes verantwortlich machen. Man kann im Koran und in der Bibel immer Verse finden und sie in eine Richtung interpretieren die einem genehm ist. Gräueltaten im Namen der Religion hat es im Christentum gegeben und das hat es im Islam und auch in anderen Religionen gegeben. Und leider gibt es das auch heute noch. Nehmen wir doch mal die Vishva Hindu Parishad.
    http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=309&stayInsideTree=1&backlink=land.php?id=14
    http://diepresse.com/home/panorama/religion/415106/HinduExtremisten-greifen-christliche-Kirchen-in-Indien-an
    Und jetzt sehen wir uns mal an wen wir denn so im Frankfurter Rat der Religionen sitzen haben. http://www.rat-der-religionen.de/mitglieder.html
    Diesen Bericht finde ich im übrigen auch interessant.
    http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-1286/i.html
    Und dann werfen wir einen Blick auf die Seite der Stadt Frankfurt.
    http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=3747&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=1514629
    Angesichts dieser Tatsache fragt man sich doch wo hier der Aufschrei ist.
    Hier meckert keiner dagegen das eine VHP in Frankfurt eine Gemeinde haben darf. Nur wenn man etwas braucht womit man Herrn Stoodt mit Dreck bewerfen kann dann wird seine Nähe zur VHP plötzlich interessant. Aber sonst interessieren die Herrschaften sich nicht für die VHP. bpeinfo.wordpress.com/2010/05/05/ein-katharer-auf-abwegen/
    Womit wieder bewiesen wäre wie verlogen die Herren Islamkritker sind und wie verlogen ich war als ich mich mit meiner Meinung in diesem Spektrum bewegte.
    Mutlu sagt:
    10. Februar 2011 um 13:06

    Wen interessiert es ob sie gegen oder für Juden sind, ob sie in der einen Organisation oder in der anderen sind. Wer ein Ungläubiger ist und gegen den Islam kämpft ist unser Feind.
    Boyra sagt:
    11. Februar 2011 um 16:05

    Wer andere als Ungläubige betitelt ist mein Feind.
    Hass auf andere Religionen ist egal gegen welche sie sich richtet
    zu verurteilen. Extremisten gibt es in jeder Religion und gegenüber denen darf es keine toleranz geben.
    Hatem sagt:
    15. Februar 2011 um 20:34

    Danke, @Mutlu, für die klaren Worte.
    chadidscha sagt:
    20. Mai 2011 um 22:01

    Auch ich versuche in meinem Blog, (der ursprünglich lediglich dazu da war, meinen verständnislosen Verwandten und Freunden ein Minimum an Respekt und Akzeptanz für meine 180º-Wende vom Agnostizismus zum Islam abzulocken) inzwischen auch anderen Nicht-Muslimen auf meine Weise ein wenig von dem zu vermitteln, was diese Religion für den Gläubigen ausmacht. Wie ein freiheitlich denkender Mensch dazu kommt, Gebetszeiten einzuhalten, gewisse liebgewordene Gewohnheiten ohne Zögern aufzugeben etc. etc. (http://chadidscha.blogspot.com/)

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Kommentare: 3
  • #1

    Nordmann (Montag, 15 August 2011 08:11)

    chadidscha und Mutlu ihr seid ekelhaft

  • #2

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